Aktualisiert am 14. März 2022 | 

An diesem Salon-Abend im Kunsthaus am Schneeberg laden TAsten, TAnz und TAgtool zu ihrer bereits 9. Produktion eines Pioniers/einer Pionierin zeitgenössischer Komposition ein.

Zum 100. Geburtstag von Iannis Xenakis werden im ersten Teil des Abends Klavierwerke gespielt mit Einblick zu Komposition und Stil.

Im zweiten Teil wird die Aufführung der Werke von Xenakis um die Medien Tanz und Malerei erweitert.

 

„Wie kein anderer scheint Iannis Xenakis in den Urhof20 zu passen. Unsere Konzerte mit der Zusammenarbeit unserer verschieden Disziplinen, stellen künstlerische Synthesen der Musikwerke dar, und in Xenakis's Musik und Leben ist diese Synthese in Person zu erleben. 

Sein Werdegang führte über Architektur, Mathematik (auch eine Kunst, die ja früher als ein Aspekt der Musik gesehen wurde) zur Komposition, und die Erfahrungen die er auf diesem Weg gesammelt hatte, sind in den Musikstücken allgegenwärtig. Er befasste sich unter anderem mit dem Verhältnis von Musik zu Raum, und schrieb auch gerne Werke für einen gewissen Konzertraum, ähnlich wie unser TATATA-Ensemble die Performances für den Urhof oder andere Aufführungsorte adaptiert.

Das monumentale Klavierwerk Mists verwendet mathematische Methoden, um Tonleitern zu "zerlegen" und so eine nebelige Klangfläche zu schaffen die dem Stück den Namen gibt. Dazwischen gibt es Passagen, die, wie der Komponist schreibt, von der Natur inspiriert sind und durch Tonleitern die Verästelungen eines Baumes nachahmen.“ Albert Mühlböck