Aktualisiert am 16. September 2026  | 3 TAGE FESTIVAL

Tanz · Klang · Visuelle Kunst

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Performance Festival – (RE)SONANT MATTER

9.–11. Oktober 2026


KÜNSTLER:INNEN

Magdalena Forster, Bea von Schrader, Gina Schwarz, Die.Puntigam, LUTZZ&BOG., Veza Fernández, Lens Kühleitner, Oneka von Schrader, Nazanin Mehraein, Luigi Guerrieri, Daphne von Schrader, David Pridal, Mehrta Shirzadian, Elisabeth Harnik, Irena Z. Tomažin, Luca Malina, Aaron Beck 

 

(RE)SONANT MATTER versammelt künstlerische Praktiken, die mit Aufmerksamkeit beginnen: mit dem Lauschen auf Körper, Klänge, Materialien und Räume – und auf das, was zwischen ihnen entsteht.

Über drei Tage wird das Kunsthaus Urhof20 zu einem Raum, in dem nicht alles im Voraus festgelegt ist. Arbeiten können sorgfältig komponiert und vorbereitet sein, und dennoch bleibt etwas offen – für die Präsenz anderer Künstler:innen, des Publikums, des Ortes und für den jeweiligen Moment, in dem sich eine Performance entfaltet.

Für uns ist Resonanz weniger ein Thema als eine Art zu arbeiten und einander zu begegnen. Sie setzt weder Gleichheit noch Harmonie voraus. Sie beginnt dort, wo unterschiedliche Körper, Stimmen, Materialien und Perspektiven einander affizieren können und dabei ihre Eigenständigkeit bewahren.

Das Festival lädt dazu ein, anders zu lauschen und offen zu bleiben für das, was sich nicht im Voraus wissen lässt. Performance wird zu einem Raum, in dem sich Wahrnehmung verschieben kann – und in dem eine Begegnung verändern kann, was zuvor da war.

Im Kunsthaus Urhof20 sind Architektur, Geschichte und die umgebende Landschaft Teil dieses Prozesses. Das Haus ist nicht nur ein Ort, an dem Kunst gezeigt wird, sondern ein Ort, der künstlerische Prozesse entstehen lässt.

Ein Wochenende für Performance, Begegnung und Resonanz.

Künstlerische Leitung: Bea von Schrader · Oneka von Schrader

 

 

Programm

FREITAG · 9. OKTOBER

SAMSTAG · 10. OKTOBER

SONNTAG · 11. OKTOBER

 

Informationen zu Anreise und Unterkunft

 

FREITAG · 9. OKTOBER

 

MAGDALENA FORSTER

Magdalena Forster (c)Moritz Zangl

ECHO BODY – URHOF20 VERSION

Magdalena Forster entwickelt für das Kunsthaus Urhof20 eine ortsspezifische Version von Echo Body und bringt dabei ihre durch Metallarbeit geprägte künstlerische Praxis in einen Dialog mit der Bergbaugeschichte des Ortes und seiner Umgebung.

Mit Körper, Stimme, Material und Klang nähert sich Forster dem Raum als akustischer Werkstatt, die von belebten Dingen statt von passiven Objekten bewohnt wird. Ihre Praxis folgt materialbasierten Prozessen und der Logik taktiler Interaktion, handwerklicher Praxis und körperlicher Arbeit.

In Echo Body treten Körper, Material und Umgebung in eine wechselseitige Beziehung. Lauschen wird körperlich: Materie wird berührt, zum Klingen gebracht und als etwas erfahren, das selbst zurückwirken kann.

Magdalena Forster ist eine in Wien lebende Künstlerin. Mit einem Hintergrund in Choreografie und darstellender Kunst basiert ihre Arbeit auf materialbezogenen Prozessen und ist geprägt von taktiler Interaktion, handwerklichen Praktiken sowie ihrer früheren Erfahrung in körperzentrierter Pflegearbeit. Sie interessiert sich für Zusammenarbeit, Live- und Score-basierte Performance sowie ortsspezifische Praktiken in enger Verbindung mit Klangforschung.

Echo Body (2025) wurde unter anderem beim ImPulsTanz Festival 2026 im Rahmen der 8:tension-Reihe, in einer Zusammenarbeit zwischen Simiian Gallery und Dansehallerne Copenhagen sowie bei Systema Marseille gezeigt.
2026 erhielt sie den H13 Niederösterreich Preis für Performance. 

 

BEA VON SCHRADER · GINA SCHWARZ · DIE.PUNTIGAM

Orbital Passage (C)Margret Kraus

ORBITAL PASSAGE

Im Zentrum von ORBITAL PASSAGE steht Aaron Becks kreisförmige Metallskulptur Eiserne Seele. Metall nimmt Schwingung auf, trägt Klang und reflektiert Licht. Grenze trifft auf Kreis, Territorium auf Umlaufbahn, während industrielle Form und resonanter Körper nebeneinander bestehen. Die Öffnung der Skulptur evoziert eine Membran, eine Schwelle, eine Passage – räumlich ebenso wie zeitlich.

Ein Orbit ist eine Beziehung in Bewegung. Tanz, Kontrabass, Live-Lichtzeichnung und Metall bilden ein gemeinsames Feld, in dem jeder Impuls Beziehungen neu ordnen – und sie in Momente von Instabilität und Chaos kippen lassen kann. Ein einzelner Ton, eine Lichtlinie, eine Bewegung oder eine Vibration kann eine Zirkulation in Gang setzen, die sich im Raum ausbreitet und neue Bahnen zieht.

ORBITAL PASSAGE entfaltet sich in einem Feld von Anziehung und Distanz, Übertragung und Interferenz. Seine vier künstlerischen Positionen senden, empfangen und resonieren. Die Passage nimmt Gestalt an als physische Praxis des Lauschens, in der sich Beziehungen fortwährend bilden und verwandeln.

Aus Nähe, Resonanz und Umlaufbahnen entstehen neue Welten.

Bea von Schrader ist eine österreichische Performancekünstlerin, Choreografin und künstlerische Leiterin von Urhof20 – Kunsthaus am Schneeberg. Im Zentrum ihrer Praxis steht Performance Composition, in der Körper, Klang, Bild und Raum in einen Dialog treten. 2023 erhielt sie den Würdigungspreis des Landes Niederösterreich für Darstellende Kunst.

Gina Schwarz ist eine in Wien lebende Kontrabassistin, Komponistin und Bandleaderin, die zwischen Jazz, Improvisation und zeitgenössischer Musik arbeitet. Ihre Praxis umfasst internationale Kollaborationen ebenso wie eigene Ensembles und Kompositionen.

Die.Puntigam ist Maler und bildender Künstler, dessen Praxis auch Live-Zeichnung, Projektion und Tagtool umfasst. Er studierte Malerei in Leipzig und arbeitet mit analogen und digitalen Formen der Bilderzeugung, häufig in direkter Beziehung zu Bewegung, Klang und Raum.

Tanz / Performance: Bea von Schrader
Kontrabass: Gina Schwarz
Live Visuals / Tagtool: Die.Puntigam
Metallskulptur: Aaron Beck

 

LUTZZ&BOG.

LUZZ & BOG

RHIZOME CYBORG LULLABIES

Stimmen, Biodaten, analoge Elektronik und sanfte Vibrationen resonieren in unsere Körper und versammeln uns unter der Erde. Menschliche und nicht-menschliche Körper begegnen einander durch Klang. Nachhallende Stimmen, spiralförmige Echos, Signale aus dem Boden und Fragmente eines Schlaflieds. Etwas bewegt sich unter der Oberfläche, zarte trans*missions, Körper, die sich kaum mehr voneinander unterscheiden lassen.

LUTZZ&BOG. (aka lutzz bog-lárk.) ist crip trans* Performer:in, Organisator:in und transdisziplinäre Künstler:in. Die Praxis basiert auf einer langjährigen Auseinandersetzung mit ökologischer, verkörperter crip*queerness, Kollektivität, Verbundenheit und der Körperlichkeit von Klang.

LUTZZ untersucht kritisch Vorstellungen, die Wahrnehmung und Körpern – menschlichen und mehr-als-menschlichen – auferlegt werden, und experimentiert mit künstlerischem World-Making, das in postextraktivistischen Fantasien verwurzelt ist. BOG. fühlt sich in kollaborativen, spekulativen Schaffensprozessen zu Hause und hat in künstlerischen Forschungsprojekten und Räumen gearbeitet, die sich mit alternativen Arbeits- und Lernformen beschäftigen. 

 

 

SAMSTAG · 10. OKTOBER

 

VEZA FERNÁNDEZ · LENS KÜHLEITNER · ONEKA VON SCHRADER

Oneiric Choirs - lens oneka und veza

oneiric choirs

Drei Vokalist:innen träumen sich in einen Chor und treten durch die Verschmelzung ihrer miteinander dialogisierenden Stimmen in Beziehung. Das Trio erforscht Stimme als Material im Raum. Indem die Stimme in Organgewebe wie Lunge oder Herz verankert oder vokales Material aus Landschaften nächtlicher Träume gewonnen wird, bringt jede Person ihre eigene Praxis des Choiring in die Begegnung ein.

Oneiric Choirs markiert den Beginn des Trios als performativer Chor und eröffnet zukünftige erweiterte Zusammenarbeiten. Für den Moment fragen wir, während wir gemeinsam singen: Wie gelangen Traumerzählungen in vokale Prozesse und choreografische Entscheidungen? Wie lernen wir, dem nachzuspüren, was resoniert? Woher kommt Resonanz eigentlich? Vielleicht von weit jenseits dieses Körpers und dieses Raums, in dem wir uns befinden?Verbunden mit und gewidmet den Lungen, Flussschlangen und den unendlichen Möglichkeiten dessen, was Dirigieren bedeuten kann.

Konzept, Choreografie & Performance: Veza Fernández · Lens Kühleitner · Oneka von Schrader

Veza Fernández ist eine in Wien lebende Tanz-, Stimm- und Performancekünstlerin. Ihre Arbeit untersucht die Poetik und Politik vokalen Ausdrucks als Raum für Verbindung, Imagination und Transformation. Sie verwebt Singen, Schreiben, Tanzen und Sprechen als körperliche Formen des Studierens, Experimentierens und Performens. Sie hat einen Masterabschluss in Choreografie von der DAS Graduate School in Amsterdam.

Lens Kühleitner lebt in Wien und arbeitet an der Schnittstelle von Musik, Performance und Komposition. Die Praxis entfaltet sich in Theater-, Tanz- und Performancekontexten und ist geprägt von einer besonderen Sensibilität für Resonanz und kollaborative Komposition. Jüngere Arbeiten wurden bei brut Wien, ImPulsTanz Festival Wien und Schauspielhaus Wien gezeigt.

Oneka von Schrader arbeitet als Choreografin, Performerin, Sängerin und künstlerische Beraterin. Ihre Praxis bewegt sich zwischen Choreografie, Stimme, Somatik und Traumarbeit; ihre aktuelle Forschung untersucht Schnittstellen von Kunst, Krankheit, Anatomie und Feminismus. Sie studierte Choreografie an der SNDO Amsterdam und Shiatsu in Wien.

 

NAZANIN MEHRAEIN

AXIS -0- Nazanin

AXIS -0-

AXIS -0- ist ein Performanceprojekt in Entwicklung, das Körperpuppenspiel, Bewegung, Objekte und interaktive digitale Visuals miteinander verbindet.

Im Zentrum des Projekts steht Neonblaufisch, eine fischköpfige Frau, die durch eine tragbare Körperpuppe verkörpert wird. In einer Abfolge alltäglicher Handlungen – Pflanzen gießen, putzen, ruhen, sich anziehen, warten – bewegt sich die Figur zwischen Traum und Realität, Verletzlichkeit und Widerstand.

Inspiriert von Geschichten über Frauen in Auschwitz und geprägt von Mehraeins Erfahrung als iranische Künstlerin im Ausland während Zeiten von Krieg und Kommunikationssperren, untersucht die Arbeit, wie alltägliche Gesten der Fürsorge und Wiederholung in unsicheren Zeiten Würde und Verbindung bewahren können.

Nazanin Mehraein ist eine multidisziplinäre Künstlerin, die in Wien lebt und ursprünglich aus Teheran stammt. Ausgehend von einem Hintergrund im Figurentheater als Regisseurin und Dramaturgin arbeitet sie mit Performance, Film, Körperpuppenspiel und interaktiver Videoinstallation. Im Zentrum ihrer Praxis steht autobiografisches Erzählen, mit dem sie Migration, Erinnerung, Politik und Erfahrungen von Frauen durch transdisziplinäre Performance und visuelle Medien untersucht.

Konzept & Performance: Nazanin Mehraein
Digital Artist: Mehdi Bakhshi

 

LUIGI GUERRIERI

POOR GUY

POOR GUY

Wann wird die Erzählung meiner persönlichen Traumata zu einer Übung in Narzissmus?

POOR GUY ist eine performative Autoethnografie, die Narrative der Selbstinszenierung und Identifikation untersucht und dabei Trauma-Plots und Opferrollen hinterfragt.

Die Arbeit begibt sich auf die Suche nach den Nuancen und Komplexitäten des Wunsches, gesehen, gehört und verstanden zu werden, ebenso wie nach der Spannung zwischen Verletzlichkeit und Exhibitionismus. Die Performance hinterfragt die moralische Dichotomie zwischen Opfern und Täter:innen und bewegt sich dabei an der Schnittstelle von persönlichem und politischem Erzählen.

POOR GUY ist ein narzisstisches Projekt, das eine narzisstische Welt mit derselben Waffe hinterfragt.

Luigi Guerrieri ist Performancekünstler mit einem Hintergrund in Anthropologie. Seine Arbeiten hinterfragen tief verwurzelte kulturelle Konzepte und verbinden Text, Ironie, körperliche Improvisation, Stimme, obsessive Wiederholungen und Autoethnografie. Wenn er nicht auf der Bühne steht, schreibt Luigi, kümmert sich um seine Kinder, arbeitet gelegentlich als Koch und veröffentlicht kurze Videos in sozialen Medien.

Konzept & Performance: Luigi Guerrieri
Outside Eye: Alberto Cissello
Lichtdesign: Anna Bauer

Eine Koproduktion von Luigi Guerrieri und Theater am Werk.
Unterstützt von Tanz*Hotel und Bears in the Park. 

 

MØNTAGE CHOIR JAM

MØNTAGE CHOIR JAM

Stimmen · Elektronik · Interaktive Jam

Aus dem MØNTAGE CAMP 2026 hervorgegangen, bringt MØNTAGE CHOIR JAM Künstler:innen und Publikum in einer offenen Session aus Stimme, Klang und kollektiver Improvisation zusammen.

Mit mehreren Mikrofonen, elektronischen Effekten und Live-Processing schaffen Daphne von Schrader und David Pridal ein klangliches Setting, das von unterschiedlichen Stimmen betreten und verändert werden kann. Beim Festival anwesende Künstler:innen geben vokale Warm-ups und Impulse und öffnen die Session nach und nach für kollektives Experimentieren.

Stimmen vervielfachen sich, überlagern sich, verschieben sich und reagieren aufeinander. Einzelne Klänge werden Teil eines temporären Chors und bewegen sich zwischen akustischer Stimme und elektronischer Transformation. Das Publikum ist eingeladen, sich zu unterschiedlichen Momenten einzubringen – zuzuhören, zu reagieren und Teil der sich entwickelnden Klanglandschaft zu werden.

MØNTAGE CHOIR JAM ist keine festgelegte Komposition, sondern ein gemeinsamer Raum für Lauschen, Experimentieren und kollektives Klingen.

Sound / Elektronik: Daphne von Schrader · David Pridal
Vokale Warm-ups / Impulse: teilnehmende Festivalkünstler:innen
Stimmen: Künstler:innen & Publikum

 

SONNTAG · 11. OKTOBER

 

MEHRTA SHIRZADIAN

ECHOES OF THE MOUNTAIN

ECHOES OF THE MOUNTAIN

Echoes of the Mountain ist eine partizipative Performance, die den Berg als lebendigen akustischen Raum untersucht, in dem Klang, Erinnerung und kollektive Präsenz ineinandergreifen. Inspiriert vom Phänomen des Echos wird das Publikum durch Vokalisierung, Wiederholung, Bewegung und zeitversetzte Antworten Teil einer sich entwickelnden Komposition. Während Stimmen durch die Landschaft wandern und verändert zurückkehren, beginnen die Grenzen zwischen Sprechenden und Hörenden sich aufzulösen.

Ausgehend von Recherchen zur Geschichte und akustischen Beschaffenheit des Ortes reflektiert die Performance darüber, wie Landschaften Spuren jener bewahren, die sie durchquert haben. Der Berg wird nicht als passive Kulisse verstanden, sondern als aktiver Mitspieler, der jede Handlung aufnimmt, verändert und zurückgibt.

Echoes of the Mountain lädt die Teilnehmenden dazu ein, Lauschen als kollektiven Akt und Echo als Dialog zwischen Körpern, Ort und Zeit zu erfahren.

Mehrta Shirzadian ist Performance- und Multimediakünstlerin sowie künstlerische Forscherin. Ihre interdisziplinäre Praxis übersetzt wissenschaftliche Perspektiven in performative Erfahrungen und untersucht mikrobielles Leben, Klang, körperliche Ökologien und kollektive Rituale. In partizipativen und ortsspezifischen Arbeiten beschäftigt sie sich mit Verkörperung, Verletzlichkeit und Handlungsmacht und schafft Begegnungen, die hinterfragen, wie menschliche und nicht-menschliche Körper durch Systeme von Wissen, Macht und Repräsentation geprägt werden.

Konzept, Regie & Performance: Mehrta Shirzadian
Szenografie: Stephan Trimmel

 

ELISABETH HARNIK & IRENA Z. TOMAŽIN

WHISPERING WALLS - irena und elisabeth

WHISPERING WALLS

Whispering Walls bringt die Pianistin Elisabeth Harnik und die Vokalistin Irena Z. Tomažin zusammen, zwei international renommierte Komponistinnen und Improvisatorinnen.

Ihre Zusammenarbeit verwebt vielfältige Stimmen aus Improvisation, Komposition, Volksmelodien und zum Schweigen gebrachten Stimmen. Das Duo bewegt sich durch zeitgenössischen Jazz, neue und experimentelle Musik, Lautpoesie, freie Improvisation, Volkslied und Performancekunst.

Durch ihre beharrliche körperliche Präsenz im Klang überschreiten Tomažin und Harnik etablierte Genregrenzen: Die Stimme wird zum Körper, das Klavier zum Klangobjekt.

Spektrale Klänge, intensive Dissonanzen, wirbelnde Pulse und Rhythmen, Klagelieder und Gedichte entfalten sich in ihrem freien Zusammenspiel. Alte Klangspuren begegnen dem Erbe der Avantgarde; sinnliche Schönheit trifft auf eruptiven Lärm. Zwei körperliche und klingende Körper bewegen sich entlang der Schwelle zwischen Geräusch und Ton und schaffen Klangskulpturen, die Sedimente von Tradition in sich tragen und zugleich radikal im gegenwärtigen Moment verankert bleiben.

Basierend auf einem Text von Luka T. Zagoričnik.

Irena Z. Tomažin ist Vokalistin, Performerin, Tänzerin/Choreografin und Künstlerin, deren Praxis sich zwischen experimenteller Musik, Stimme, Lautpoesie und zeitgenössischer Performance bewegt.
Elisabeth Harnik ist eine österreichische Pianistin und Komponistin, die international im Bereich improvisierter und zeitgenössischer Musik arbeitet. Ihre Praxis untersucht das Klavier als erweitertes Klangfeld durch Improvisation, Komposition, Objekte und erweiterte Spieltechniken.

Stimme: Irena Z. Tomažin
Klavier, Toy Piano & Objekte: Elisabeth Harnik

 

 

AROUND THE FESTIVAL
 

ARTIST TALK

Eine Gelegenheit, den Künstler:innen jenseits der Performances zu begegnen und Einblicke in künstlerische Prozesse, Arbeitsweisen und die Fragen hinter den Arbeiten zu gewinnen.

Moderation: Oneka von Schrader

SCREENS – VIDEO & FOTOGRAFIE 2026

Arbeiten, Residencies & Projekte im Kunsthaus Urhof20

Während der Festivalpausen laden drei Screens im Korridor dazu ein, Arbeiten und künstlerische Prozesse kennenzulernen, die 2026 im Kunsthaus Urhof20 entstanden sind.

Bewegtbilder und fotografische Fragmente aus Performances, Residencies und kollaborativen Projekten zeichnen das Jahr von (RE)SONANT MATTER nach – und erweitern das Festival um Einblicke in das umfassendere künstlerische Jahresprogramm des Kunsthaus Urhof20.

INSTALLATION · LUCA MALINA

IDO
aus dem Projekt TON IM TON

Ido entsteht aus Ton im Ton, Luca Malinas experimenteller Untersuchung der Beziehung zwischen Keramik und Klang. Abhängig von Zusammensetzung, Dichte und Brennprozess entwickelt Ton nicht nur unterschiedliche Oberflächen und haptische Qualitäten, sondern auch ein eigenes Resonanzverhalten.

Hängende Keramikelemente aus unterschiedlichen Tonarten bilden einen klingenden Körper, der auf seine Umgebung reagiert. Die Installation kann vom Wind, durch Berührung und durch die Bewegung von Besucher:innen in ihrem Raum gespielt werden. Kleine Gesten versetzen die Keramikelemente in Bewegung; bereitliegende Schlägel laden dazu ein, einzelne Elemente anzuschlagen und ihre unterschiedlichen Klänge zu entdecken.

Klang ist niemals festgelegt. Er entsteht durch Material, Bewegung und Begegnung – Resonanz wird körperlich erfahrbar.

 

FESTIVAL KITCHEN

AUTUMN NIGHTSHADES

Während des gesamten Festivals gestaltet Aaron Beck eine vegane Festivalküche – Essen als weitere Möglichkeit, zusammenzukommen, innezuhalten, sich auszutauschen und Zeit miteinander zu verbringen.

Freitag · 19:00–23:00
Samstag · 16:00–22:00
Sonntag · 11:00 · BRUNCH BY AARON

 

 

ANGEWANDTE PERFORMANCE LAB

Universität für angewandte Kunst Wien · Open Call & Residencies

Wir danken APL für die Zusammenarbeit und Unterstützung bei der Entwicklung eines Open Calls, durch den drei Künstler:innen Teil des Festivals wurden: LUTZZ&BOG., Mehrta Shirzadian und Nazanin Mehraein. Im Rahmen der Zusammenarbeit erhielten alle drei Residency-Zeit im Kunsthaus Urhof20 und an der Universität für angewandte Kunst Wien, um ihre Arbeiten weiterzuentwickeln.

 

 

BILDNACHWEISE (in der Reihenfolge ihres Auftretens)

  • ECHO BODY – Urhof20 Version · Magdalena Forster — © Moritz Zangl
  • ORBITAL PASSAGE — © Margret Kraus
  • RHIZOME CYBORG LULLABIES · LUTZZ&BOG. — © Mo Alexe
  • ONEIRIC CHOIRS · Lens Kühleitner © Hanna Fasching · Oneka von Schrader © Vicky Maier · Veza Fernández © Martina Łajczak
  • AXIS -0- · Nazanin Mehraein — © Nazanin Mehraein
  • POOR GUY · Luigi Guerrieri — © Lukas Beck
  • MØNTAGE CHOIR JAM — © je.jesch
  • ECHOES OF THE MOUNTAIN — Mehrta Shirzadian — © Mehrta Shirzadian
  • WHISPERING WALLS — Irena Tomažin © Nada Zgank · Elisabeth Harnik © Žiga Koritnik